Kinderfahrradfinder - die Qualitätskriterien

Artikel veröffentlicht:10 Nov, 2016 in: Kinderfahrradfinder, Ratgeber
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Damit Sie sich sicher sein können, beim Kinderfahrradfinder nicht nur von der Größe her passende, sondern auch nur wirklich gute Fahrräder vorgeschlagen zu bekommen, trifft der Kinderfahrradfinder an Hand der folgenden, transparenten Kriterien (von denen es allerdings auch begründete Ausnahmen gibt) bereits eine Vorauswahl:


1. Niedriges Gewicht: 

Warum geringes Gewicht ein mitentscheidendes Kriterium beim Kinderfahrradkauf sein sollte - und welche Gewichte der Kinderfahrradfinder als gut bewertet, können Sie im Detail im Ratgeber-Artikel "Das Gewicht - bei Kinderrädern ist leicht wirklich besser" nachlesen. 

Dabei wird natürlich berücksichtigt, dass ein Rad mit Gepäckträger, Schutzblechen und voller Lichtausstattung nie so leicht sein kann, wie ein minimalistisch ausgestattetes Sportgerät.


2. Federgabeln nur an vollwertigen Mountainbikes: 

Federgabeln sind in an Kinderrädern meist nicht nur überflüssig, sondern sie bringen eigentlich nur Nachteile: 

  • mehr als ein Kilo Zusatzgewicht bei oft kaum vorhandene Funktion, da Kinder zu leicht sind, um die Federung ansprechen zu lassen -
  • defektanfällig - bedürfen aufwändiger Wartung
  • Quelle störender Geräusche 

Gute Federgabeln, wie sie an hochwertigen Mountainbikes für Erwachsene verbaut werden, kosten meist so viel, wie ein komplettes, hochwertiges Kinderrad. Dass dann an Kinderrädern oft nur Federgabeln minderer Qualität verbaut werden können, liegt auf der Hand. 

Hier gibt es Ausnahmen, bei denen Hersteller speziell für Kindergewicht angepasste Gabeln verbauen. Solche Räder haben dann aber auch ihren Preis. 

Wenn das Rad also nicht tatsächlich vorwiegend abseits von Straßen und Waldwegen - also im echten Gelände - eingesetzt werden soll, sollten sie auf Federgabeln verzichten. 


3. Dreifach-Kurbeln nur an vollwertigen Mountainbikes:

Schaltungen mit drei Kettenblättern haben gegenüber Ein- und Zweifach-Schaltungen einige Nachteile, die bei Kinderrädern besonders schwer zum Tragen kommen. Warum das so ist, und worin diese Nachteile bestehen, lesen Sie im Ratgeber-Artikel "Kettenschutz, Dreifach-Kurbeln und der Q-Faktor".


4. Kein Rücktritt als Bremse: 

Rücktrittbremsen sind auch heute noch an Kinderfahrrädern weit verbreitet. Dieses Kriterium schließt daher tatsächlich sehr viele Kinderfahrräder, die auf dem Markt erhältlich sind, vom Kinderfahrradfinder aus. Rücktritt hat gegenüber anderen Bremsentypen aber so vielfältige Nachteile, dass der Kinderfahrradfinder Kinderräder mit diesem Bremsentyp nur ausnahmsweise empfiehlt. Eine ausführliche Begründung dazu finden Sie im Ratgeber-Artikel "Die Bremsen am Kinderfahrrad: Exkurs - Bitte keinen Rücktritt". 

Informationen zu geeigneten Bremsentypen stehen im Artikel "Die Bremsen am Kinderrad - V-Brake, Cantilever, Rennrad- und Scheibenbremsen"

5. Bei Laufrädern: Nur Modelle mit leicht bedienbarer (Hinterrad)-Handbremse:

Auch dieses Kriterium schließt eine ganze Menge Räder vom Kinderfahrradfinder aus. 

Nicht nur die vielen Laufräder, die gar keine Bremse besitzen, sondern auch solche, deren Handbremse auf Grund zu großer Bremshebel für kleine Kinder kaum bedienbar sind und daher eher als Dekoration bezeichnet werden könnten. 

Glücklicherweise gibt es mittlerweile aber bereits eine Vielzahl von Laufrädern mit leicht bedienbarer Handbremse.

Und selbst wenn Ihr Kind sie nicht vom ersten Tag an benutzen will, wird das reine Vorhandensein dieses Teils die Neugier wecken und zumindest schonmal zu einer gedanklichen Annäherung an das Konzept "Bremse" führen. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum sicheren Radfahrer. 


6. Ausnahmen bestätigen die Regel:

Ausnahmen im begründeten Einzelfall sind nicht ausgeschlossen: Wenn ein bestimmtes Rad eines der Kriterien nicht voll erfüllt, ansonsten aber etwas ganz Besonderes hat, kann es auch als Vorschlag im Kinderfahrradfinder auftauchen. In der Beschreibung wird dann aber klar ersichtlich sein, warum hier welche Ausnahme gemacht wurde. 


Zu guter letzt:

Der Fahrrad-Finder des Kinderfahrradfinders macht nur Vorschläge zu geeigneten Kinder- und Jugendfahrrädern. Und die Angaben zu den einzelnen Rädern sollten Sie nicht als alleiniges und letztendliches Entscheidungskriterium für ein bestimmtes Rad sehen: Wenn Ihnen ein vorgeschlagenes Rad gefällt, dann besuchen Sie die Webseite des jeweiligen Herstellers. Dort finden sie genauere Angaben - wie z.B die exakte Spezifikation einzelner Komponenten - und umfangreiche Beschreibungen, aktuelle Preise, Optionen, Farben etc.. 

Nicht zuletzt auch, weil die Angaben des Kinderfahrradfinders zwar nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden - weitgehend basierend auf Angaben der Hersteller -, letztlich aber doch ohne jegliche Gewähr sind. 

Versichern Sie sich also auf den Seiten der Hersteller, dass die Eigenschaften des Rads Ihren Wünschen entsprechen! Und wenn Sie der Ansicht sind, dass der Kinderfahrradfinder ein Rad oder eine Marke zu Unrecht ausschließt oder vorschlägt, dann freut sich der Kinderfahrradfinder über Ihren Hinweis.


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